Viele Wege führen nach Kos

SymiFischer in SymiDen Sturm haben wir mehr oder weniger gut überstanden. Wir warteten in dieser Zeit förmlich auf den Wetterbericht über Funk. 
Die Zahlen von 6 – 10 können wir mittlerweile auf griechisch, da darunter keine Zahl gesagt wurde. Wie sehr sehnten wir uns nach den niedrigeren Zahlen. 

Symi, unser Schutz im SturmPoseidon wird diesmal nicht vergessen Wir wollten nicht nur auf die kurzfristige Vorhersage vertrauen und zogen die detaillierteren Angaben aus dem Internet vor. Dafür mussten wir allerdings mit dem Bus nach Symi-Stadt fahren. Einmal am Tag pendelte zum Glück auch ein Bus. Symi hat einen wunderschönen Hafen mit geschmackvollen Häusern im gleichen Stil. Uns gefiel es sehr gut dort. 

Alegria im Hafen von TilosTilos im FrühlingDer Wetterbericht versprach weniger Wind, jedoch direkt gegen an. Kurz entschlossen nahmen wir einen Umweg über Tilos in Kauf. Manchmal führen Umwege zum Ziel. Wir stimmten Poseidon diesmal mit etwas Wein am Vorabend gnädig. Carsten meinte am nächsten Tag, dass er wohl betrunken war, denn Windrichtung und Stärke stimmten mal wieder nicht. Es war die letztem 6 sm sehr ungemütlich. Wir hatten Wind und Welle gegen an!

 Der steile Weg hat gelohnt... perfekter Rundumblick Großartiger Platz für die  Mittagspause Netter Geselle Fähre... endlich Leben auf der Insel

Tilos wird als Naturinsel bezeichnet und trägt diesen Namen zu Recht. Wir unternahmen eine Wanderung an Blumenwiesen vorbei und auf Berggipfel hinauf. Es gab noch unendlich weitere Wanderwege, wir waren nach unserer fünfstündigen Wanderung jedoch so müde, dass das Interesse für weitere Wege gleich Null war. Wir freuten uns auf unseren Kaffee auf der Alegria und wurden mit der ankommenden Fähre von Rhodos belustigt. Was für ein plötzlich aufkommendes Treiben an dem sonst so verschlafenen Hafen. Menschenmassen wechselten ihre Plätze vom Pier in die Fähre und anders herum. Autos mit frischem Gemüse, Waschmaschinen, Betten und Sofas… alles musste irgendwie auf die Insel. Es war sehr amüsant zu beobachten.

Die Wind- und Wettervorhersage stimmte an unserem Abreisetag nach Kos ausnahmsweise. Auf der halben Wegstrecke, ich hatte es mir gerade mit einem Buch bequem gemacht, machte unser Motor ein dumpfes ungewohntes Geräusch und verlor an Leistung. Was für ein unpassender Moment, da der Wind gerade im Begriff war einzuschlafen und wir uns mitten auf einer Schifffahrtsroute der Berufsschifffahrt befanden und die riesigen Monster auf uns zu walzten. Carsten hat sofort reagiert und ausgekuppelt…Motor neutral, um die Ursache zu finden. Schien ganz rund zu laufen. Langsam nahmen wir wieder Tempo auf… komisch war da doch nichts ? 

Plastikplane in der Schraube Ich untersuchte noch die Schiffsschraube und bemerkte etwas gelbes, das allerdings nach Carstens Worten der Algenbewuchs war… da müssen wir aber unbedingt etwas gegen tun… soooo viele Algen! 

Im Hafen von Kos sicher angelegt, ein weiterer Blick auf die Schiffsschraube… da hat sich doch tatsächlich eine große, feste Plastikplane verfangen…. Was man alles so angelt!

Erstes Therapiezentrum der AntikeDie Tage auf Kos waren sehr ausgefüllt mit Besorgungen und Besichtigungen. Kos wird auch die Insel der Heilkunst genannt.

 Hippokrates ist hier geboren, hat hier gelehrt und das erste Therapiezentrum der Antike ist noch sehr anschaulich zu besichtigen. 

 

Warme Quellen 1Warme Quellen 2 Wir ließen es uns u.a. recht gut gehen indem wir unser eigenes „Therapiezentrum“ aufsuchten… einen einsamen Strand mit einer heißen schwefelhaltigen Quelle, die von der gegenüberliegenden Vulkaninsel Nisyros gespeist wird. So lagen wir wie in einer Badewanne im Meer und ließen den Tag, Tag sein…

An einem Tag mieteten wir uns ein Auto und erkundeten andere Ecken von Kos. 

Ag. Stephanos  Was ist nur hinter dem Vorhang?

Übrigens bläst der Wind seit drei Tagen ununterbrochen mit 6-8 Bf. Die See schlägt weiße Schaumkronen… das Geräusch des Windes können wir nicht mehr hören. Aber davon will ich nicht schon wieder anfangen. Am Mittwoch (4. April 07) soll es weiter gehen. Kalymnos werden wir wohl überspringen, damit wir es noch rechtzeitig zu Ostern nach Patmos schaffen.

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