Erfahrungen in einem „Hamam“

Wenn man in der Türkei ist, sollte der Besuch in einem türkischen Bad auf keinen Fall fehlen, dachten wir uns. Eigentlich wollten wir dies bereits in Istanbul gemacht haben... in Fethiye war es dann endlich soweit, als wir sahen, dass es dort ein 450 Jahre altes Hamam gab. Das Hamam geht auf eine sehr alte Tradition zurück. Früher hatten nicht alle Haushalte ein eigenes Bad, so dass dieser Ort für die wöchentliche Reinigung zum Freitagsgebet sehr wichtig war. Ein Hamam findet man noch heute in vielen Ortschaften, in der Nähe einer Moschee. 

Claudia im HamamWir wurden am Eingang herzlich Willkommen geheißen und sofort in die „Umkleidekabine“ geführt. Mit einem traditionellen roten Tuch umwickelt kehrten wir zurück zu unserem „Hamammann“. Er führte uns in das Bad, in dem wir erst einmal 20 Minuten schwitzen konnten und uns mit kleinen edlen Schälchen abwechselnd mit warmen und kalten Wasser wuschen. In mehreren Ecken sind kleine Kupferwasserhähne angebracht. Darunter Marmorbecken und verschiede Waschschalen.

Carsten und das Seifenbad im HamamNach 20 Minuten wurde Carsten zu verstehen gegeben, sich auf das in der Mitte befindende gut gewärmte Marmorpodest zu legen. Er wurde mit einem Tuch aus Ziegenhaar gründlich abgerubbelt, bis die Haut ganz rosa aussah. Lange braune Hautwürstchen befanden sich auf dem Körper... es sah so aus, als ob wir uns seit Beginn unserer Reise nicht mehr gewaschen haben... das stimmt aber nicht !!!! Danach wurde alles mit Wasser abgespült. Das anschließende „Schaumbad“ mit Olivenseife war besonders schön. Hierbei wurde der gesamte Körper eingeseift und anschließend massiert. Nicht gerade zimperlich bekam Carsten den Schaum von seinem Körper gespült. Er prustete laut und versank unter Wasserfontänen. Zum Abschluss wurden noch die Haare mit einer kleiner Kopfmassage gewaschen.
Dann kam ich dran... die gleiche Prozedur. 

Der Abschluss war schließlich in einem sogenannten Ruheraum ein Glas Cay. Der Ruheraum war leider etwas zu kalt und ungemütlich, so dass wir es vorzogen wieder auf die Alegria zu gehen...

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