Wien ...

Im Hafen von Spitz schliefen wir tief und fest. In meinen Träumen verarbeitete ich die letzten Ereignisse bis ins Detail und plante bereits das Ablegen und das Zurückkehren in den Strom.

Das war ziemlich abenteuerlich und gelang im Traum nicht! Der nächste Tag war da und irgendwie mussten wir diesen sicheren Hafen wieder verlassen. Es war wohl gerade eine Rushhour, denn ständig haben wir über Funk irgendwelche Schub- oder Schleppverbände gehört, die in Kürze unsere Hafeneinfahrt passieren sollten. Da das Fahrwasser hier sehr eng war, konnten wir nicht einfach so hinausfahren. Ich saß mit Fernglas auf der Mole und wartete den geeigneten Moment ab. Jetzt oder nie... alles war dann irgendwie doch ganz einfach. Unsere Aufregung war aber mit Sicherheit nicht ganz unbegründet.

Die Fahrt bis Wien verlief recht unspektakulär. Wir genossen die Landschaft und die Sonne.

Im Kuchelauer Yachthafen verbrachten wir vier Nächte, um Wien zu erkunden. Es ist klasse, denn für 4,- € kann man den ganzen Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

In den drei Tagen sogen wir das Wiener Leben förmlich in uns auf. Die Wiener Cafe-Häuser, die prächtigen Bauten, Fiaker, den Prater, Schloss Schönbrunn mit Irrgarten und Apfelstrudel. Eines war jedoch etwas enttäuschend: der Stephansdom ! Der hochgelobte und berühmte Steffl der Wiener erschien uns mausgrau und mal abgesehen vom Dach nicht wirklich eindrucksvoll. Da sind wir wohl vom Kölner Dom verwöhnt.

Wir tanken zum ersten Mal und verlassen Wien Richtung Bratislava.

 

zurück