Wieso gerade über die Donau?

Carsten wollte über den Atlantik oder zumindest über die Biskaya ins Mittelmeer oder auf die Kanarischen Inseln. Na ja, vielleicht kannte er auch keinen anderen Weg.

Ich wollte eine Mischung aus Städten, Ankerbuchten, fremden Kulturen und ein Ufer in nicht zu weiter Entfernung 

Eine Möglichkeit wäre über die Rhone in den Golf von Lyon zu kommen. Aber der Gedanke zum Herbst in Südfrankreich zu sein und den Winter noch vor sich wissend, hat uns nicht so gut gefallen. Zudem fahren viele Segler diesen Weg ins Mittelmeer.

Wir suchten nach anderen Wegen, da wir keine ausgetretenen Pfade schwimmen wollten. Auf die Idee mit der Donau kamen wir nachdem Carsten eines seiner vielen Weltumsegelungsbücher gelesen hatte und Rollo Gebhard eine seiner Weltreisen in Regensburg begonnen hat. Es gibt also eine dritte Möglichkeit. Das war der ideale Weg für uns. Dieser Gedanke ging uns seit dem nicht mehr aus dem Kopf. Wir holten uns stapelweise Literatur über die Länder aus der Stadtbücherei. Die Planung wurde konkreter. Wir kauften Fluss- und Seekarten, Segelrevierführer und besorgten sonstige zahlreiche Reiseinformationen.

Die Donau liegt nun als ein erster Abschnitt vor uns. Sie ist mit 2888 km der längste und wasserreichste Strom Europas. Die Donau trägt ebensoviel Wasservolumen ins Schwarze Meer, wie Rhein, Weser und Elbe zusammen. An seinen Ufern bietet sich noch eine atemberaubende Tier- und Pflanzenwelt. Hinzu kommen die vielbereisten Städte Linz, Wien, Budapest, Bratislava und Belgrad.

2400 km liegen auf diesem Abschnitt vor uns:

Die Reise kann beginnen !!!

Claudia Bertram

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